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Bundesamt für Naturschutz

Informations- und Vernetzungsplattform

Das NMZB entwickelt derzeit eine Informations- und Vernetzungsplattform zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring. Auf dieser Plattform werden Monitoringdaten aus verschiedenen Quellen gebündelt und Fachinformationen sowie Vernetzungstools bereitstellt.

Hintergrund und Ziele

Der Bedarf an eine webbasierte Informations- und Vernetzungsplattform zum Biodiversitätsmonitoring wurde bereits im Grobkonzept für das NMZB formuliert. Als ein zentrales Element des nationalen Monitoringzentrums unterstützt die Plattform zukünftig die Aktivitäten und Ziele des NMZB und der Biodiversitätsmonitoring-Akteure.

Ziel- und Handlungsrahmen: Grobkonzept Monitoringzentrum

Das Bundeskabinett verabschiedete das Konzept am 27. Januar 2021.

Auf der Informations- und Vernetzungsplattform wird über bereits laufende, sowie geplante Monitoringprogramme berichtet werden. Die Plattform soll vorhandene, über verschiedene Institutionen verstreute biodiversitätsrelevante Daten und Fachinformationen, Portale und Webdienste zentral zusammenführen. Um die Qualität und Verfügbarkeit von Daten zu verbessern, müssen Standards, Definitionen und Schnittstellen gemeinsam mit den Beteiligten im Monitoring weiterentwickelt und vereinheitlicht werden. Dafür soll die Plattform als unterstützendes Instrument dienen. Ebenso ist geplant, hier Werkzeuge, wie Erfassungs- und Analysemethoden bereitzustellen. Mithilfe der Informations- und Vernetzungsplattform sollen aktuelle datenbasierte Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität schneller verfügbar sein.

All dies trägt dazu bei, Lücken im Monitoring zu identifizieren und zu schließen und effektivere Maßnahmen zum Schutz der Biologischen Vielfalt abzuleiten.

Zielgruppe

Die Informations- und Vernetzungsplattform wird sich gleichermaßen an Politik und Behörden, Fachgesellschaften, Verbände und Ehrenamt, aber auch Planungsbüros, Wissenschaft und Forschung, Aktive in Citizen Science-Projekten und an die interessierte Öffentlichkeit richten. Für eine erfolgreiche bundesweite Zusammenarbeit ist es wichtig, alle relevanten Akteure bestmöglich zu vernetzen und den Wissensaustausch zu fördern. So können vorhandene Synergiepotentiale genutzt werden.

Eckpunkte

Das Eckpunktepapier zur Informations- und Vernetzungsplattform gibt den Ziel- und Handlungsrahmen für die Gestaltung der Plattform vor.

Eckpunktepapier Informations- und Vernetzungsplattform

Das Eckpunktepapier beschreibt die Schwerpunkte und das Vorgehen für die Entwicklung eines digitalen Informations- und Vernetzungsplattform (IVP) des nationalen Biodiversitätsmonitorings.

Eckpunkte zusammengefaßt

Eckpunkte für die inhaltliche Ausgestaltung der Informations- und Vernetzungsplattform sind:

  • Informationen zu aktuellen Monitoringaktivitäten sind auf der Plattform verfügbar, sowie Fachinformationen, wie Methodenstandards, Kartieranleitungen, Berichte und wissenschaftliche Veröffentlichungen.
  • Alle relevanten und verfügbaren (Meta-)Daten und Informationen zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring werden über die Plattform auffindbar und zugänglich.
  • Biodiversitäts- und Monitoringdaten sind über verschiedene Anwendungen filter- und abrufbar und werden in Form von Karten und Grafiken veranschaulicht.
  • Zielgruppengerecht aufbereitete Informationen zu ausgewählten Themen des Biodiversitätsmonitorings werden bereitgestellt, beispielsweise in Form von Artikeln, Videos und Infografiken.

  • Die Plattform dient dem Austausch zwischen den verschiedenen Beteiligten des Biodiversitätsmonitorings.
  • Es werden bedarfsgerechte Werkzeuge und Formate bereitgestellt, die die Beteiligten im Biodiversitätsmonitoring unterstützen.

Zeitplan

In der ersten Phase wird die inhaltliche Konzeption für die Informations- und Vernetzungsplattform erstellt. Die Anforderungen an die Plattform und beispielhafte Anwendungsfälle (use cases) werden im Jahr 2023 durch eine umfassende Umfrage unter Beteiligten des Biodiversitätsmonitorings zu den Bedarfen und Inhalten einer Informations- und Vernetzungsplattform ermittelt.

In den kommenden Phasen ist vorgesehen, das Konzept sukzessive umzusetzen und zu erweitern. Die Gremien des NMZB und Beteiligte aus verschiedenen Akteursgruppen werden dabei eng in die Entwicklung eingebunden. Es ist geplant, zunächst ein digitales Basissystem aufzusetzen, das Schritt für Schritt um Funktionen und Module erweitert wird. Die Gestaltung der Plattform hat somit Prozesscharakter. Ändern sich bestimmte Bedarfe oder externe Faktoren entscheidend, so kann die Plattform daraufhin angepasst werden.

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