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Bundesamt für Naturschutz

Vortragsreihe des Monitoringzentrums - Fernerkundung und andere Methoden zur Erfassung der Gewässergüte

Vortrag/-reihe
Themenfeld: Fernerkundung
Datum, Uhrzeit
28.10.2026 (Mi.) 11:00 Uhr
 
28.10.2026 (Mi.) 12:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online
Veranstalter*in
Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität
Zielgruppe
Interessierte, Forschende, Vertretende von Bundes- und Landeseinrichtungen, Fachverbänden, Freiwillige im Monitoring
Veranstaltungssprache
Deutsch
Sprungmarke

Vortragende: Dr. Björn Baschek und Dr. Julia Kleinteich (Bundesanstalt für Gewässerkunde)

Phytoplankton spielt für die Biodiversität in vielen aquatischen Ökosystemen eine zentrale Rolle. In der Wasserrahmenrichtlinie ist die quantitative Erfassung und das Artenspektrum des Phytoplanktons für Seen und planktonführende Flüsse als biologische Qualitätskomponente vorgesehen. In den vergangenen Jahren wurden vermehrt schädliche Algenblüten beobachtet, die mit dem Klimawandel und weiteren anthropogenen Stressoren in Verbindung stehen. Eine echtzeitnahe und/oder großflächige Gewässerüberwachung mittels neuer Technologien kann helfen, solche Phänomene frühzeitig einzuordnen und behördliche Maßnahmen zu unterstützen. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in aktuell an der BfG verwendete oder erprobte Methoden zur Erfassung der Gewässergüte: Fernerkundungsmethoden beruhen auf im Gewässer absorbierten, gestreuten oder reflektierten Sonnenlicht, was mit verschiedenen multi- und hyperspektralen Sensoren von Satellit, Drohne oder mit gewässernah installierten Sensoren erfasst werden kann. So können Chlorophyll-a als Proxy für Phytoplankton oder auch Trübung erfasst und quantifiziert werden. Andere innovative Messmethoden, wie zum Beispiel genetische Verfahren (Metabarcoding und quantitative PCR) liefern quantitative und qualitative Einblicke in die Abundanz und Zusammensetzung der bakteriellen und eukaryotischen Planktongemeinschaft.