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Bundesamt für Naturschutz

Daten- und Informationsportale

Biodiversitäts- und Monitoringdaten liegen häufig dezentral und unvernetzt vor, was deren Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzung erschwert. Daten- und Informationsportale können helfen, diese Bedingungen zu verbessern.

Unterschiedliche Zuständigkeiten bei der Erhebung von Biodiversitäts- und Monitoringdaten sowie von Umweltfaktoren, das Vorliegen verschiedener Datei- und Datenformate und teilweise unzureichende Informationen zu Metadaten erschweren die Integrierbarkeit über verschiedene Datenquellen hinweg sowie die Wiederverwendbarkeit solcher Daten. Die bessere Verfügbarkeit, Zusammenführung und Integration solch heterogener Daten aus verschiedenen Quellen ist jedoch notwendig, um den Stand des Biodiversitätsverlustes umfassend zu dokumentieren, dessen Treiber zu identifizieren, Trends zu erkennen und daraus geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Das Bewusstsein um die Potenziale, die durch ein standardisiertes Datenmanagement entstehen, nimmt stetig zu. Dies liegt zum einen daran, dass bei neuen Forschungs- und Monitoringvorhaben das Datenmanagement zunehmend durch die Geldgeber als bindender Bestandteil hervorgehoben wird. Zum anderen entwickeln sich national und international eine Vielzahl an Initiativen, die sich mit Fragen zur Standardisierung und Harmonisierung von Daten beschäftigen und am Aufbau übergreifender Dateninfrastrukturen arbeiten.

Ausgewählte Initiativen, Konsortien und Datenportale

Zukünftig soll hier eine umfassende Sammlung entstehen, die Informationen über den Zugang zu relevanten Biodiversitäts- und Monitoringdaten bietet und über Dateninfrastrukturinitiativen informiert.

Einen Zugang zu entsprechenden Daten erhalten Sie zum einen direkt über die Monitoring-, Erfassungs- und Forschungsvorhaben. Zum anderen existieren größere, filterbare Datenportale, die über einen zentralen Einstiegspunkt einen Zugang zu Daten und Metadaten aus verschiedenen Quellen schaffen. Andere Anbieter wiederum stellen aggregierte Datenprodukte, wie beispielsweise Karten und thematische Auswertungen oder interaktive Visualisierungsmöglichkeiten für Daten, zur Verfügung.

Im Folgenden ist eine beispielhafte Auswahl dargestellt.

Das BfN bietet neben vorbereiteten Kartendarstellungen zu verschiedenen Themenbereichen (Schutzgebiete, Biotopverbund, Landschaftsplanung, Meeres- und Küstennaturschutz, Gewässer- und Auenschutz) auch themenbezogene, interaktive Kartendienste (Web-Mapping-Anwendungen) mit umfangreichen Darstellungs- und Recherchemöglichkeiten an. Zuständig ist das Fachgebiet I 1.2 „Naturschutzinformation, Geoinformation, Open Data“.

Weiterführende Informationen

Kartendienste und räumliche Informationen, die das BfN bereitstellt 

Die Marine Dateninfrastruktur Deutschland bietet ein Internetportal für die Bereiche Küsteningenieurwesen, Küstengewässerschutz, Meeresumweltschutz und Meeresnaturschutz an. Dieses wird gemeinsam von drei Bundes- und fünf Landesbehörden der Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein betrieben. Interessierte werden bei der Suche nach Daten und deren Nutzung durch Metadaten und Webservices unterstützt. Die MDI-DE unterstützt auch die Behörden in der Küstenzone bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten für EU-Rahmenrichtlinien wie MSRL und INSPIRE.

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Hier geht’s zum MDI-DE-Webauftritt 

Richtlinie 2007/2/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) 

Wie verändert sich die Landnutzung in Deutschland? In welchem Bundesland gibt es die meisten Milchkühe? Welche Baumarten sind in deutschen Wäldern häufig, welche selten? Wie viel Kohlenstoff speichern die Waldböden? Diese und andere Fragen können mithilfe des Thünen-Atlas detailliert visualisiert werden. Das Thünen-Institut sammelt eine Vielzahl an Daten zu Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei und wertet diese auch aus. Der Thünen-Atlas veranschaulicht dieses Wissen in ausgewählten Karten.

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Hier geht’s zum Thünen-Atlas

Die GFBio ist ein Verbund wissenschaftlicher Einrichtungen und Datenzentren. Unter einem Dach entwickelt GFBio Dienste im Bereich Datenmanagement für Forschende aus Biologie, Ökologie und Biodiversitätsforschung und bietet diese an. Daten aus Erfassungsvorhaben und Forschungsprojekten können über eine zentrale Service-Stelle (Data Submission Service) in den fachlich passenden, angeschlossenen Datenzentren archiviert und publiziert werden. Die so publizierten Daten sind über ein gemeinsames Portal abrufbar. Das Serviceportfolio von GFBio umfasst zudem eine individuelle, fachorientierte Begleitung bei der Erstellung von Datenmanagement-Plänen (DMPs), Tools für das Datenmanagement, standardisierte Fachvokabulare und Visualisierungen sowie fachbezogene Beratung zu allgemeinen Fragen des Datenmanagements. Der GFBio e.V. ist Teil der NFDI4BioDiversity und steht für die angestrebte Verstetigung der genannten Services.

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In der von Bund und Ländern beschlossenen Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) stellt das seit 2020 geförderte NFDI4BioDiversity-Konsortium ein Service-Portfolio für die Biodiversität bereit. Akteure aus akademischer Forschung, Bürgerwissenschaften, Ämtern und wissenschaftlichen Gesellschaften erarbeiten gemeinsam Lösungen, um weitere Daten zugänglich und nachnutzbar zu machen und das Service-Portfolio auszubauen. Schwerpunkte von NFDI4BioDiversity sind die Einbindung einer möglichst breiten Community in die Angebotsentwicklung, der Aufbau einer flexiblen, cloudbasierten Infrastruktur und die anwenderorientierte Kompetenzentwicklung in Form von Trainings- und Lehrangeboten.

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GBIF, die „Global Biodiversity Information Facility“, ist ein internationales, durch Regierungen gefördertes Netzwerk und zugleich eine Dateninfrastruktur. Erklärtes Ziel ist es, einen freien Zugang zu Daten über das Vorkommen aller Lebensformen der Erde zu ermöglichen. Deutschland ist mit insgesamt acht Knoten (GBIF-D) an diesem internationalen Projekt beteiligt. Die Aufgaben der Knoten bestehen darin, die in Deutschland vorhandenen Informationen zur biologischen Vielfalt zu erfassen, zu digitalisieren und durch Vernetzung mit weiteren Datenbanken virtuell zu vereinen und online verfügbar zu machen.

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