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Bundesamt für Naturschutz

Meilensteine

Die Meilensteine zeigen, was das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität bisher erzielt hat. Sie machen deutlich, welche entscheidenden Fortschritte und strategische Schritte auf dem Weg zu einem bundesweiten Biodiversitätsmonitoring in Deutschland bereits erreicht wurden.
aufeinander gestapelte Steine
Symbolischer Meilenstein

Facharbeit und Gremien

Die Zusammenarbeit mit fachlich vielfältig besetzten Gremien bildet die Grundlage für die bundesweite Arbeit des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität. 

Mehrere Personen sitzen an Tischen in Rechteckform zusammengestellt. In der Mitte steht ein Bildschirm über welchen weitere Teilnehmende online zugeschaltet sind.
Sitzung des Fachgremiums Bodenbiodiversität in Leipzig

Steuerungsgremium und Grundsatzfachgremium

Im Steuerungsgremium wird der politisch-strategische Rahmen für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring gesetzt. Die Mitglieder bestehen aus Beauftragten aller beteiligten Bundesministerien. Zudem beraten Vertretungen mehrerer Bundesländer, die Leitung des Bundesamts für Naturschutz und des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität das Steuerungsgremium. 

Das Grundsatzfachgremium legt die fachlichen Aufgaben des Monitoringzentrums fest und setzt die Schwerpunkte bei der Umsetzung, insbesondere des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings. Im Gremium sind Fachleute von Bundesfachbehörden, Fachinstitutionen oder Projektträger, Forschungseinrichtungen, Landesfachbehörden und Fachverbänden beteiligt. 

Die Sitzungen finden ungefähr zweimal im Jahr statt.

Am 12. Dezember 2023 treffen sich das Steuerungsgremium und das Grundsatzfachgremium zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung. Das Monitoringzentrum stellt die Meilensteine der einzelnen Themengebiete entlang der Handlungsfelder für 2024 vor.

Auf der ersten Sitzung im Mai 2021 priorisieren die Gremienmitglieder die Aufgaben des Monitoringzentrums und bestimmen die Mitglieder für das Grundsatzfachgremium. Dem Grundsatzfachgremium wird empfohlen, Fachgremien für spezifische Themen einzurichten.

Auf der Gründungssitzung verabschiedet das Grundsatzfachgremiums seine Geschäftsordnung und legt prioritäre Aufgaben für das Monitoringzentrums fest. So wird beschlossen, zwei spezifische Fachgremien zur Bodenbiodiversität und zu Einflussgrößen einzurichten.

Zusammenarbeit mit dem Fachgremium Bodenbiodiversität

Die Zentrale des Monitoringzentrums arbeitet gemeinsam mit dem Fachgremium „Monitoring der Bodenbiodiversität und seiner Funktion“ am Aufbau eines bundesweiten Bodenbiodiversitätsmonitorings. Das Fachgremium berät dabei sowohl die Zentrale als auch das Grundsatzfachgremium des Monitoringzentrums zu diesem Themenschwerpunkt und entwickelt das Konzept für ein bundesweites Monitoring der Bodenbiodiversität.

Mit der neuen Themenseite „Indikatoren zur Bodenbiodiversität“ macht das Monitoringzentrum die Vielfalt im Boden sichtbar. Die Seite informiert über aktuelle Ansätze und Initiativen zur Entwicklung von Indikatoren, die den Zustand und die Veränderungen des Bodenlebens erfassen – vom Regenwurm als Schlüsselorganismus bis zu weiteren geplanten Indikatorgruppen. 

Auf Basis einer Umfrage hat das Monitoringzentrum eine Übersicht von Fachleuten zur Bodenbiodiversität erstellt. Die Sammlung zeigt, wer in Deutschland über Expertise in der Erfassung und Bestimmung bodenbiologischer Vielfalt verfügt – aus Forschung, Behörden, Unternehmen und weiteren Einrichtungen.

Die bundesweite Ersterhebung der Bodenbiodiversität soll erstmals deutschlandweit die Vielfalt des Lebens im Boden erfassen. Um eine solide Grundlage für die langfristige Überwachung und den Schutz von Boden und Biodiversität zu schaffen, hat das Fachgremium eine Reihe von Empfehlungen erarbeitet. Diese beziehen sich unter anderem auf die Auswahl geeigneter Bodenorganismengruppen und die Festlegung von Kriterien für die Probenahme, um repräsentative Ergebnisse zu erzielen.

Im Biodiversa+ Pilotprojekt „Soil biodiversity in protected, near-natural forests“ werden umfassende Daten über Standortmerkmale, Bodeneigenschaften und Vegetation in naturnahen Wäldern über eine große Bandbreite biogeografischer Regionen in Europa gesammelt. Im Auftrag des Monitoringzentrums werden in Deutschland derzeit 6 Waldstandorte unter Anwendung des SoilBON-Protokolls bodenbiologisch untersucht (Makro-, Meso-, und Mikrofauna).

In Abstimmung mit den Landesfachbehörden wurden die bodenbiologischen Erfassungen auf Länderebene zusammengetragen. Neben laufenden Monitoringaktivitäten werden auch abgeschlossene und in Planung befindliche Programme einbezogen.

Das Projekt „Erfassung von Bodenorganismen und deren Funktionen in einem bundesweiten Biodiversitätsmonitoring: Kenntnisstand und Praxistauglichkeit“ ist erfolgreich abgeschlossen. Als Ergebnis wurde eine aktuelle Informationsgrundlage zur Aussagekraft und den praktischen Erfordernissen der Erfassung von Bodenorganismengruppen und deren Funktionen zusammengestellt. Das Fachgremium nutzt diese Informationen, um Monitoringmodule zu entwickeln. Die Module konzentrieren sich auf Organismengruppen und Bodenbiodiversitätsfunktionen mit hohem Informationswert und praktikabler Erhebung.

Am 5. und 6. Juni 2023 findet die Fachtagung „Wege für ein bundesweites Bodenbiodiversitätsmonitoring“ in Leipzig statt. Die Teilnehmenden diskutieren über Zielstellungen und Anforderungen an ein bundesweites Bodenbiodiversitätsmonitoring und bringen Ihre eigenen Monitoringansätze und -ergebnisse ein. Die Ergebnisse sind in einem Tagungsbericht veröffentlicht.

Das Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung des bundesweiten Bodenbiodiversitätsmonitorings wird veröffentlicht. Es stellt schwerpunktmäßig die Bedeutung des Bodens, der Bodenbiodiversität und der Notwendigkeit des Monitorings heraus und gibt einen Überblick über bundesweite Programme.

Das Fachgremium Bodenbiodiversität nimmt im September 2021 seine Arbeit auf. Monitoringprogramme mit Bezug zu Bodenbiodiversität auf Bundes- und Bundeslandebene, Definition der Bodenbiodiversität sowie Ziele und Anforderungen an ein bundesweites Bodenbiodiversitätsmonitoring werden erarbeitet.

In der Mitte des Fotos befindet sich eine Bodenprobe in einem offenen runden Metallbehälter. Es sind zwei Hände mit weißen Laborhandschuhen zu sehen, welche die Probe in Teilproben zerteilen. Diese werden in kleine weiße Behältnisse gefüllt.
Herstellung von Teilproben einer Bodenprobe

Zusammenarbeit mit dem Fachgremium Einflussgrößen

Das Fachgremium „Verbesserung der Verfügbarkeit von Daten zu Einflussgrößen“ berät die Zentrale und das Grundsatzfachgremium. Es erarbeitet ein Konzept zum Themenschwerpunkt Einflussgrößen auf Biodiversität als Bestandteil des Gesamtkonzepts „Weiterentwicklung des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings“.

Neue Steckbriefe des Monitoringzentrums bieten erstmals einen strukturierten Überblick über Programme, die bundesweit Einflussgrößen auf die Biodiversität erfassen – von Klimawandel über Landnutzung bis Schadstoffeinträge. Die Übersicht fördert Transparenz, erleichtern den Datenzugang und stärken das Verständnis für die Ursachen von Veränderungen der biologischen Vielfalt.

Wie Landnutzung und Landnutzungsintensität im Biodiversitätsmonitoring erfasst werden können, stand im Fokus eines Workshops des Fachgremiums zu Einflussgrößen am 25. und 26. Juni 2024. Fachleute aus der Ressortforschung, universitären Forschung, Landesbehörden und Fachverbänden erörterten die aktuelle Datenlage, Methoden und Herausforderungen in Themen wie Bewirtschaftungsmaßnahmen, Pestizide und Stickstoff. Die Ergebnisse fließen in ein Positionspapier zur Verbesserung der Datengrundlage zu Einflussgrößen auf Biodiversität ein. Dieses dient als Grundlage für das Gesamtkonzept zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring, das derzeit im Monitoringzentrum erarbeitet wird.
 

Die extern durchgeführte Recherche von Erfassungs- und Monitoringprogramme von Einflussgrößen auf Biodiversität in Deutschland ist abgeschlossen. Darauf aufbauend führt die Zentrale eine Ist-Analyse durch und identifiziert Fehlstellen bei der Verfügbarkeit von Daten zu Einflussgrößen.

Ein Eckpunktepapier mit wesentlichen Inhalten und Aufgaben des Fachgremiums zur Weiterentwicklung des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings im Bereich Treiber der Biodiversität wird veröffentlicht.

Im Oktober 2021 kommt erstmals das Fachgremium für Einflussgrößen zusammen und legte die Hauptziele seiner Arbeit fest. Diese Ziele umfassen die Entwicklung eines Konzepts zur Systematisierung und Priorisierung von Einflussgrößen. Zudem sollen Fehlstellen bei der Verfügbarkeit von Daten zu diesen Größen aufgedeckt werden. Hierfür wird eine detaillierte Ist-Analyse der nationalen Erfassungs- und Monitoringprogramme für Einflussgrößen durchgeführt.

Gesamtkonzept bundesweites Biodiversitätsmonitoring

Eine übergreifende Aufgabe des Monitoringzentrums ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring. Verschiedene Fachteams und Gremien des Monitoringzentrums arbeiten an der Entwicklung des Gesamtkonzepts.

Drei Kolleginnen des Monitoringzentrums von der Seite und von hinten zu sehen, stehen vor einem Poster zur Netzwerkanalyse.
Kolleginnen des Monitoringzentrums diskutieren Kooperationen und Schnittstellen auf der Fachtagung „Ziele des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings“.

Entwicklungsschritte

Folgende Meilensteine sind erreicht: 

In Leipzig diskutieren Fachleute aus Forschung, Verwaltung und Praxis über die Weiterentwicklung des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings. Im Mittelpunkt des Forums steht die Diskussion und Konkretisierung priorisierter Ziele für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring, die in den kommenden Jahren gemeinsam umgesetzt werden sollen.

Das Monitoringzentrum legt gemeinsam mit seinen Gremien am 31. Juli 2024 die Ziele für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring fest. Grundlage dafür waren die Ergebnisse der Fachtagung vom 28. Februar bis 1. März 2023. Für das Grundsatzfachgremiums ist die Begleitung der Erarbeitung des Gesamtkonzepts zentrale Aufgabe. In enger Abstimmung mit den Gremien erarbeitet das Zentrum nun ein Konzept zur Umsetzung der festgelegten Ziele.
 

Teilnehmende von Bundes- und Landesministerien, Fachbehörden sowie weitere Fachleute erarbeiteten Leitplanken für die Ziele, die ein bundesweites Biodiversitätsmonitoring erfüllen soll.

Als Grundlage für das Gesamtkonzept wurde eine Ist-Analyse zu vorhandenen bundesweiten Biodiversitätsmonitoringprogrammen durchgeführt.

Das bundesweite Biodiversitätsmonitoring soll sowohl den terrestrischen als auch den marinen Bereich sowie Binnengewässer abdecken. Um sich den marinen Bereich stärker zu widmen, startet in der Zentrale des Monitoringzentrums das Team „Meeresmonitoring“. Diese wird in die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO) eingebunden. Hier ist das Monitoringzentrum auch Mitglied in den Querschnittsgruppen „Daten“ und erweitertes Mitglied in der Querschnittsarbeitsgruppe „Erfassung und Bewertung (ErBe)“.

Eine zentrale Aufgabe des Grundsatzfachgremiums ist es, die Erarbeitung des Gesamtkonzepts zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring zu begleiten. Deshalb wird kein eigenes Fachgremium zur Erarbeitung des Gesamtkonzeptes zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring eingerichtet. Zudem bringen die Fachgremien Bodendiversität und Einflussgrößen wesentliche Bausteine ein.

Das Vorkonzept für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring wird entwickelt und durch das Grundsatzfachgremium beschlossen. Es stellt die Eckpunkte und den Ablauf der weiteren Konzeptentwicklung dar.

Ko-Finanzierung von Monitoringprogrammen und Projektförderung

Zu den Aufgaben des Monitoringzentrums gehört die Kofinanzierung neuer Monitoringprogramme, die durch die Länder umgesetzt werden. Darüber hinaus fördert das Monitoringzentrum Projekte, die das bundesweite Biodiversitätsmonitoring gezielt weiterentwickeln – etwa durch neue Methoden, digitale Lösungen oder den Ausbau von Ehrenamt und Citizen Science. Erste Projekte sind 2024 gestartet. 

Entwicklungsschritte

Folgende Meilensteine sind erreicht:

Mit dem Förderaufruf „Zukunftsfähiges Biodiversitätsmonitoring“ werden Vorhaben unterstützt, die das bundesweite Biodiversitätsmonitoring gezielt weiterentwickeln – etwa durch neue Methoden, digitale Lösungen oder den Ausbau von Ehrenamt und Citizen Science. Insgesamt wurden 59 Projektskizzen eingereicht.

Inzwischen haben Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen die Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Sie beginnen ab 2026 mit der praktischen Umsetzung des Ökosystem-Monitorings. 5 weitere Bundesländer haben ihr Interesse angekündigt und planen den Beitritt und Start des Ökosystem-Monitorings zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dem Ökosystem-Monitoring wird eine wesentliche Wissenslücke zum Zustand und Entwicklung der Biotope in der Gesamtlandschaft geschlossen.

Am 25.03.2025 fand das erste Auftakttreffen der ersten vom Monitoringzentrum geförderten Projekte in Leipzig statt. Gefördert werden Projekte mit Vorbildcharakter – Flora Incognita, der zweite Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR 2), der Ausbau des Tagfalter-Monitorings (FAMos) sowie das Monitoring kleiner Fließgewässer (FLOW). Sie alle vereinen beispielhaft wissenschaftliches, behördliches und ehrenamtliches Engagement. Ihr gemeinsames Anliegen: Datenlücken schließen durch belastbare Datengrundlagen und das gesellschaftliche Bewusstsein für Biodiversität stärken.

Am 23. August 2024 wurde die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern über die gemeinsame Finanzierung der Durchführung des bundesweiten Ökosystem-Monitorings (Verwaltungsvereinbarung ÖSM) durch die beteiligten Länder verabschiedet. Sie liegt allen Bundesländern vor und die ersten vier Länder (Stand November 2024) haben die Vereinbarung bereits unterzeichnet. 
 

Ehrenamt und Citizen Science

Wir setzen uns dafür ein, das Ehrenamt und Citizen-Science-Initiativen im Biodiversitätsmonitoring zu stärken und besser in das bundesweite Monitoring einzubinden. Gemeinsam mit Fachgesellschaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen fördern wir Vernetzung, Austausch und Sichtbarkeit der Engagierten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Artenkenntnis.

Entwicklungsschritte

Folgende Meilensteine sind erreicht:

Das Museum für Naturkunde Berlin und das Monitoringzentrum diskutierten mit Fachleuten über die Einbindung von Citizen Science Daten in das Biodiversitätsmonitoring.

Das Monitoringzentrum war zusammen mit unseren Partnern von observation.org/LWL-Landesmuseum für Naturkunde, ornitho.de/DDA, dem Thünen-Institut, dem Julius Kühn-Institut, dem Umweltforschungszentrum (UFZ) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf der Woche der Umwelt 2024.  Die Aktionen und Exponate machten deutlich, wie Citizen Science hilft, Beobachtungslücken zu schließen, und wie moderne Methoden – von Apps über KI bis hin zu Satellitendaten – im Biodiversitätsmonitoring zusammenarbeiten.

Von September 2024 bis Februar 2025 widmete sich die Vortragsreihe des Monitoringzentrums der Bedeutung von Artenkenntnis für das Biodiversitätsmonitoring. Fachleute und Initiativen stellten Ansätze und Projekte vor, die zeigen, wie Wissen über Arten vermittelt und gefördert werden kann. Ziel der Reihe war es, Wege aufzuzeigen, wie diese wichtige wichtige Grundlage für das Monitoring langfristig gesichert werden kann.

Das Monitoringzentrum soll Citizen Science-Projekte und das Ehrenamt bei der Entwicklung und Durchführung des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings einbinden und unterstützen. Daher startet an der Zentrale des Monitoringzentrums eine interne Arbeitsgruppe zu dem Thema. Diese ermittelt zunächst die Erwartungen und Bedarfe der Akteursgruppen an das Monitoringzentrum und bindet diese in seine Arbeit ein.

Portalentwicklung

Das Monitoringzentrum entwickelt ein Informations- und Vernetzungsportal. Ziel ist es, Daten und Informationen mit Bezug zum Biodiversitätsmonitoring aus verschiedenen Quellen zukünftig besser zu bündeln, zugänglich und sichtbar zu machen. Es wird der Monitoringgemeinschaft zugleich Möglichkeiten zum Austausch bieten. Der Bedarf an ein Informations- und Vernetzungsportal wurde bereits im Grobkonzept für das Monitoringzentrum formuliert.

Entwicklungsschritte

Folgende Meilensteine sind erreicht:

Die Zentrale des Monitoringzentrums tritt im Oktober offiziell dem NFDI4Biodiversity Konsortium für die zweite Förderperiode in der Rolle einer „Beteiligten Organisation (participant)“ bei. Als mögliche Themen für eine Zusammenarbeit werden gemeinsame Pilotanwendungen und Prozesse im Bereich Datenmobilsierung, -auffindbarkeit und -management sowie rechtliche Fragen im Datenmanagement diskutiert.

Die erste Phase (2023–2025) legt die inhaltlichen Grundlagen für das Portal. Die inhaltliche Konzeption beinhaltet die Beschreibung der Ausgangslage und Rahmenbedingungen, des strategischen Leitbildes, der Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen an das Portal sowie der inhaltlichen, technischen und organisatorischen Erkenntnisse und Empfehlungen. Es wird ein erstes Basissystem definiert und mögliche Erweiterungen in zukünftigen Ausbaustufen skizziert. Die starke Resonanz der Community im Rahmen der Bedarfsanalyse bestätigt den hohen Bedarf an einem Portal und stützt die bereits im Grobkonzept des Monitoringzentrums skizzierte Aufgabe.

Bei der ersten Kooperationswerkstatt „Bundesweites Biodiversitätsmonitoring“ tauschten sich über 60 Fachleute zu zentralen Themen rund um Datenmanagement und Informationstransfer aus. Ziel war es, die Basis für eine dauerhafte, strukturierte Zusammenarbeit innerhalb der Monitoringgemeinschaft zu legen. Im Monitoring-World-Café entstanden praxisnahe Ideen zu Datenflüssen, Datenmanagement-Aufgaben und zur Darstellung von Monitoringdaten im geplanten Portal. Die Veranstaltung bildet den Startpunkt für einen regelmäßigen fachlichen Austausch und eine noch engere Zusammenarbeit im bundesweiten Biodiversitätsmonitoring.

Am 27. Januar 2025 ging mit umwelt.info ein neues Portal des Umweltbundesamtes (UBA) für Umwelt- und Naturschutzinformationen an den Start. Für das Monitoringzentrum ist es ein wichtiger Partner, um Informationen zum Biodiversitätsmonitoring besser zu vernetzen und langfristig zugänglich zu machen. Gemeinsam werden technische und redaktionelle Stärken gebündelt und Synergien genutzt – etwa bei der strukturierten Einbindung anderer Portale und Datenquellen. Die enge Zusammenarbeit der beiden Zentren wird in den kommenden Jahren weitergeführt.

Ein präzisiertes strategisches Zielbild wurde entwickelt, das Vision, Mission und Handlungsfelder umfasst. Dieses dient als Basis für weitere konkrete Entwicklungsschritte.

Aus dem Pool der Anwendungsfälle haben wir jene ausgewählt, die ins erste Basissystem einfließen sollten. Prototypische Oberflächendesigns wurden erstellt, um einen ersten Eindruck der Inhalte und Funktionen des Basissystems zu vermitteln.

Basierend auf der Bedarfsanalyse in der Monitoringgemeinschaft wurden zahlreiche Anwendungsfälle gesammelt und thematisch strukturiert. Anschließend wurden die Anwendungsfälle nach ihrer Relevanz, Komplexität und Umsetzbarkeit für das Basissystem und die weiteren Ausbaustufen priorisiert. Sie decken zentrale Funktionsbereiche ab, wie die Informationssuche, Überblick über Monitoringaktivitäten, die Datenverwaltung und die inhaltliche Redaktion ab. Diese Auswahl bildet die Basis für die weitere Entwicklung der Portalarchitektur und Benutzeroberfläche.

Über 500 Fachleute und Interessierte aus Fachverbänden, Wissenschaft, Behörden und der Gesellschaft beteiligen sich im Februar 2024 an einer Umfrage des Monitoringzentrums. Um ein gut zu bedienendes und nachhaltiges Portal zu entwickeln, werden mit dieser Umfrage die generellen Wünsche an die Inhalte des Portals und die Bedarfe der zukünftig Nutzenden ermittelt. Parallel dazu finden Anforderungsworkshops und Interviews statt, um die Anforderungen zu präzisieren. 

Im September 2023 startet das Monitoringzentrum mit Unterstützung durch einen Auftragnehmenden (Firma con terra) die inhaltliche Konzipierung des Portals. Damit das Portal einen Mehrwehrt für die Monitoringgemeinschaft bietet, werden viele Akteurinnen und Akteure eingebunden. Als ein zentrales Element des Monitoringzentrums unterstützt das Portal zukünftig die Aktivitäten und Ziele der Monitoringgemeinschaft.

Im Oktober 2022 veröffentlichte das Monitoringzentrum das Eckpunktepapier zur Konzeptionierung eines umfassenden Informations- und Vernetzungsportals.

Forum „Anwendung und Forschung im Dialog“

Auf den regelmäßig in Leipzig stattfindenden Foren tauschen sich Personen aus Praxis und Forschung zu aktuellen Themen des Biodiversitätsmonitorings aus. Eine breite Beteiligung an der Arbeit des Monitoringzentrums wird somit ermöglicht.

Die Foren

Jedes Forum rückt spezifische Themen in den Fokus, die zur Weiterentwicklung des Biodiversitätsmonitorings in Deutschland beitragen.

In Leipzig diskutieren Fachleute aus Forschung, Verwaltung und Praxis über die Weiterentwicklung des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings. Im Mittelpunkt des Forums steht die Diskussion und Konkretisierung priorisierter Ziele für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring, die in den kommenden Jahren gemeinsam umgesetzt werden sollen.

Das dritte Forum findet am 18. und 19. November 2024 unter dem Motto „Menschen.Wissen.Daten – für Biodiversität zusammenbringen“ statt. Im Mittelpunkt steht der Austausch mit der Monitoringgemeinschaft, um die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Informations- und Vernetzungsportals für das Biodiversitätsmonitoring zu diskutieren. Die Ergebnisse sind in einer Dokumentation zusammengefasst.

Das zweite Forum findet am 23.–24. Mai 2023 statt und widmet sich dem Thema „Neue Methoden in der Erfassung von Biodiversität und der Auswertung von Biodiversitätsdaten“. Die Ergebnisse sind in einer Dokumentation zusammengefasst.

Das erste Forum findet am 30.–31. Mai 2022 zum Thema „Langfristiges Management von Biodiversitätsdaten“ statt. Die Ergebnisse sind in einer Dokumentation zusammengefasst.

International vernetzt

Die Zentrale des Monitoringzentrums begleitet seit März 2021 die EU-geförderte Biodiversitätspartnerschaft Biodiversa+. Die Partnerschaft fördert unter anderem die Harmonisierung und Kooperation von Biodiversitätsmonitoring-Programmen in Europa. Als Teil der Aktivitäten engagieren wir uns in Pilotprojekten wie dem harmonisierten Bodenbiodiversitätsmonitoring in Natura2000 Wäldern, dem KI-gestützten Monitoring von Vögeln, Fledermäusen und Nachtfaltern sowie der Entwicklung eines europaweiten Portals für Biodiversitätsdaten. 
Zudem begleiten wir den Prozess, ein europäisches Netzwerk nationaler und subnationaler Monitoringzentren im Rahmen eines möglichen EU-Koordinationszentrums für Biodiversitätsmonitoring (EBOCC) zu schaffen.

Mandat und Aufbauphase

Angestoßen durch die Diskussion über das Insektensterben, initiierte die Bundesregierung die Gründung des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität. Anfang 2021 begann für das Zentrum die Aufbauphase.

Wie alles begann...

Diese Meilensteine legten das Fundament für das Monitoringzentrum – Gründungs- und Aufbauphase:

Ende 2022 ist die Aufbauphase des Monitoringzentrums abgeschlossen. Die Zentrale und Gremien wurden eingerichtet und die Facharbeit begonnen. Erste Grundsteine für die Entwicklung eines bundesweiten Biodiversitätsmonitoring werden gelegt. Die Kontakte, der Austausch und die Zusammenarbeit mit der Monitoringgemeinschaft werden kontinuierlich ausgebaut. Auf der Webseite des Monitoringzentrums wird über die laufenden Prozesse informiert. Die inhaltliche Konzeption eines Informations- und Vernetzungsportals wird intensiviert und die Ausschreibung erarbeitet.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnet das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität. Die Website des Monitoringzentrums geht online.

Verschiedene Ministerien erarbeiteten ein umfassendes Grobkonzept als inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für das Monitoringzentrum. Beteiligt waren das Bundesumweltministerium, das Bundeslandwirtschaftsministerium, das Bundesforschungsministerium, das Bundesverkehrsministerium, das Bundesfinanzministerium und das Bundesverteidigungsministerium. Das Konzept wurde am 27. Januar 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossen. Damit startet die Aufbauphase des Monitoringzentrums unter der Leitung von Dr. Andreas Krüß. Die Zentrale, die Organisationseinheit des Monitoringzentrums, wird am Bundesamt für Naturschutz in Leipzig angesiedelt. Erste Arbeitsgruppen zum Gesamtkonzept für ein bundesweites Biodiversitätsmonitoring, zur Bodenbiodiversität, Einflussfaktoren und zum Webauftritt werden eingerichtet.

Die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD bekennen sich zum Aufbau eines wissenschaftlichen Monitoringzentrums zur Biodiversität im Koalitionsvertrag vom 07.02.2018.

Startfolie der Eröffnungsfeier des Monitoringzentrums
Offizielle Eröffnung des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität
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