Fachtagung „Genetische Informationen zum Schutz von Ackerwildkräutern und ihre Bedeutung für die Praxis“
Die biologische Vielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands ist, insbesondere auf Äckern, stark zurückgegangen. Daher gewinnt der Schutz und die Förderung von Ackerwildkräutern zunehmend an Bedeutung. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz ist die Verwendung von gebietseigenem Wildpflanzensaatgut bei Einsaaten in der freien Natur verpflichtend, um die innerartliche Vielfalt zu erhalten. Aktuell bestehen jedoch noch große Unsicherheiten bei der Beurteilung der Herkunftsqualität von Wildpflanzensaatgut, wodurch dessen Produktion und Einsatz teilweise stark eingeschränkt sind.
Das Projekt „GISA“ zielt darauf ab, die genetischen Strukturen von Ackerwildkräutern in verschiedenen Regionen zu erfassen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Naturschutzmaßnahmen auf Äckern zu optimieren und so die biologische Vielfalt von Ackerwildkräutern langfristig zu sichern.