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Bundesamt für Naturschutz

Vortragsreihe des Monitoringzentrums - Potenzial genetischer Methoden im Bodenbiodiversitätsmonitoring

Vortrag/-reihe
Themenfeld: Genetik
Datum, Uhrzeit
30.09.2026 (Mi.) 11:00 Uhr
 
30.09.2026 (Mi.) 12:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online
Veranstalter*in
Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität
Zielgruppe
Interessierte, Forschende, Vertretende von Bundes- und Landeseinrichtungen, Fachverbänden, Freiwillige im Monitoring
Veranstaltungssprache
Deutsch
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Vortragende: Dr. Cecilia Andrea Diaz Navarrete (Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME), Dr. Ina Schäfer (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung) und Dr. Valentyna Krashevska (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)

Böden beherbergen einen großen Teil der biologischen Vielfalt, gleichzeitig fehlen bislang belastbare und flächendeckende Daten zu ihrer Biodiversität. Das Leuchtturmprojekt BioDive4Soil – Basiserhebung Bodenbiodiversität schafft hierfür eine wichtige Grundlage. In einem bundesweiten Forschungskonsortium werden erstmals systematisch Daten zur biologischen Vielfalt deutscher Böden erhoben und dabei sowohl morphologische als auch molekulare Verfahren zur Erfassung von Bodenfauna und Mikroorganismen eingesetzt. Ein Schwerpunkt liegt auf DNA-basierten Methoden, die eine standardisierte und umfassende Erfassung einer Vielzahl von Organismengruppen ermöglichen. Zusätzlich zu den ersten Ergebnissen von BioDive4Soil zur Erfassung der der Bodenbiodiversität auf DNA-basierten Methoden werden im zweiten Teil dieses Vortrags die Ergebnisse des im April dieses Jahres veröffentlichten Gutachtens zur Identifizierung potenzieller Förderschwerpunkte für genetische Sequenzier- und Analysemethoden im behördlichen Monitoring der Bodenbiodiversität vorgestellt. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen Metabarcoding, Metagenomik und Metatranskriptomik. Auf Grundlage einer systematischen Bewertung von Aussagekraft, Robustheit und technologischem Entwicklungsstand werden bestehende methodische Lücken und zentrale Entwicklungsschritte der molekularen Erfassung identifiziert. Daraus werden Entwicklungsperspektiven sowie prioritäre Förderbedarfe abgeleitet. Der Vortrag verbindet damit Praxis und Perspektive: Welche Möglichkeiten bieten molekulare Methoden bereits heute für die großflächige Erfassung der Bodenbiodiversität, welche Herausforderungen bestehen hinsichtlich Standardisierung, Vergleichbarkeit und Interpretation der Daten, und welche technologischen Entwicklungen sind notwendig, damit aus innovativen Forschungsansätzen robuste Werkzeuge für ein langfristiges behördliches Monitoring werden?