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Bundesamt für Naturschutz

Meeresmonitoring in der deutschen Ost- und Nordsee (MSRL-Überwachungsprogramme)

Monitoringprogramm
Im Rahmen der Überwachungsprogramme nach der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) wird der Zustand der Meeresumwelt in Nord- und Ostsee fortlaufend erfasst und bewertet. Dafür werden Daten zu biologischen, chemischen und physikalischen Parametern sowie zu Belastungen und Nutzungen systematisch erhoben. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Zustandsbewertung und die Ableitung von Schutzmaßnahmen.
Laufzeit
Seit 2008
Federführung
Küstenbundesländer im jeweiligen Zuständigkeitsbereich (im Küstenmeer) und Bund (in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)), Koordination durch Bund/Länder‑Arbeitsgemeinschaft Nord‑ und Ostsee (BLANO)
Förderung
Öffentliche Finanzierung durch Bund und Küstenländer im Rahmen gesetzlicher Pflichtaufgaben nach MSRL
Beobachtungsobjekt
Biotope
Tiere
Pflanzen
Wasser
Andere
Räumliche Dimension
Deutschland
Europa
Bundesland
Bremen
Hamburg
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Schleswig-Holstein
Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ)

Lagebeschreibung

Räumlich verteiltes Messnetz ergänzt durch flächen- und transektbasierte Erhebungen (Befliegungen, Schiffsfahrten) in Nord- und Ostsee.

Beschreibung

Im Rahmen der Überwachungsprogramme nach der Meeresstrategie‑Rahmenrichtlinie (MSRL) wird der Zustand der Meeresumwelt in Nord‑ und Ostsee systematisch erfasst und bewertet sowie Schutzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt, um einen guten Umweltzustand der Meeresgewässer zu erreichen und zu erhalten. Das Monitoring wird durch die Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO) koordiniert. Umgesetzt wird es durch die Küstenbundesländer im Küstenmeer und durch den Bund in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Im biologischen Monitoring werden in pelagischen und benthischen Habitaten Daten zu Makrophyten und Phytoplankton, Fischen, Zooplankton, Vögeln, Makrozoobenthos sowie marinen Säugetieren erhoben, dabei werden auch nicht einheimische Arten erfasst. Um den Zustand der Meeresumwelt umfassend zu beschreiben, werden auch Monitoringprogramme zur Erhebung chemischer (Schad- und Nährstoffe) und physikalischer Parameter durchgeführt sowie menschliche Nutzungen und Belastungen (u.a. Energieeinträge, Abfälle und Müll) erfasst. Die MSRL definiert 11 Deskriptoren des guten Umweltzustands (GES), für die jeweils Kriterien und dazugehörige Indikatoren festgelegt sind. Die biologische Vielfalt wird gezielt im Deskriptor Biologische Vielfalt (D1) adressiert, wobei auch weitere Deskriptoren wie Nicht-einheimische Arten (D2), Zustand kommerzieller Fisch- und Schalentierbestände (D3), Nahrungsnetze (D4) und Meeresboden (D6) Bezug zur Biodiversität haben. Um die Vergleichbarkeit innerhalb der Meeresregionen zu gewährleisten, stimmt Deutschland die Entwicklung und Durchführung des Monitorings mit den Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee im Rahmen von regionalen Übereinkommen und Kooperationen, wie OSPAR, HELCOM und der Trilateralen Wattenmeerkooperation (TWSC), ab. Alle sechs Jahre werden die Berichte zu Bewirtschaftungsplänen, Maßnahmenprogrammen und der Gewässerüberwachung nach der Wasserrahmenrichtlinie erstellt, an die Europäische Kommission übermittelt und veröffentlicht.

Wie kann ich mitmachen?

Im Rahmen der offiziellen Bürgerbeteiligung können interessierte Menschen die Überwachungsprogramme einsehen, dazu Stellung nehmen und Vorschläge einbringen.

Datenverfügbarkeit

Verfügbare Informationen finden Sie über die unten stehenden Links.

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