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Bundesamt für Naturschutz

Vortragsreihe des Monitoringzentrums - Marine Biodiversitätim Fokus: eDNA-basierte Erfassung von Zooplankton in Nord- und Ostsee

Vortrag/-reihe
Themenfeld: Genetik
Datum, Uhrzeit
07.10.2026 (Mi.) 11:00 Uhr
 
07.10.2026 (Mi.) 12:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online
Veranstalter*in
Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität
Zielgruppe
Interessierte, Forschende, Vertretende von Bundes- und Landeseinrichtungen, Fachverbänden, Freiwillige im Monitoring
Veranstaltungssprache
Deutsch
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Vortragende: Dr. Silke Laakmann (Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB) und Alfred Wegener Institut Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI))

In den letzten Jahren hat sich die Anwendung von molekulargenetischen Methoden wie dem DNA-Metabarcoding in Kombination mit Umwelt-DNA (environmental DNA, eDNA) aus Wasserproben als wissenschaftlich fundierte und zunehmend etablierte Methode zur Erfassung von Gemeinschaften in der Nord- und Ostsee etabliert. Während diese Methodik derzeit vor allem in wissenschaftlichen Forschungsprojekten eingesetzt wird, zeigen sich zunehmend überzeugende Ergebnisse, die ihr Potenzial für ein zukünftiges, erweitertes Monitoring deutlich unterstreichen. In diesem Vortrag werden die zentralen Erkenntnisse aus Studien präsentiert, die sich auf die Analyse von Zooplanktongemeinschaften in Nord- und Ostsee konzentrieren. Auf Basis von eDNA-Metabarcoding aus Wasserproben – teilweise kombiniert mit DNA-Metabarcoding ganzer Zooplanktonproben sowie klassisch morphologisch identifizierten Zooplanktonproben – wird ein Überblick über die identifizierten taxonomischen Gruppen und Arten des Holoplanktons und Meroplanktons gegeben. Die bisherigen Ergebnisse zeigen eine hochauflösende Erfassung von Gemeinschaften, die in bestimmten Bereichen über die Möglichkeiten der klassisch morphologischen Analyse hinausgeht. Neben diesen Chancen werden gleichzeitig die derzeitigen Limitierungen der Methode aufgezeigt und diskutiert sowie Ansätze vorgestellt, wie diese Limitierungen kompensiert werden könnten. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf die mögliche zukünftige Rolle von eDNA-Metabarcoding im marinen Monitoring und stellt die Frage, welche gemeinsamen Schritte erforderlich sind, um eine nachhaltige, wissenschaftlich fundierte und lebensraumübergreifende Anwendung zu ermöglichen.