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Bundesamt für Naturschutz

Fachtagung zur Bodenbiodiversität

Unter dem Titel „Bodenbiodiversität zwischen Forschung, Monitoring und Governance: Funktionen verstehen, Methoden weiterentwickeln, Perspektiven vernetzen“ laden die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), die Gesellschaft für Ökologie e.V. für Deutschland, Österreich und die Schweiz (GfÖ), das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität (NMZB) und das Bodenmonitoringzentrum zum Austausch über aktuelle Erkenntnisse, Methoden und Herausforderungen rund um die Bodenbiodiversität ein.
Datum, Uhrzeit
27.01.2027 (Mi.) 11:30 Uhr
 
28.01.2027 (Do.) 12:30 Uhr
Veranstaltungsort
Mediencampus Villa Ida, Leipzig
Veranstalter*in
Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), Gesellschaft für Ökologie e.V. für Deutschland, Österreich und die Schweiz (GfÖ), Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität (NMZB), Bodenmonitoringzentrum
Zielgruppe
Wissenschaft, Bundes- und Länderbehörden, Fachgesellschaften sowie weitere Interessierte
Veranstaltungssprache
Deutsch und Englisch
Sprungmarke

Die Fachtagung beleuchtet aktuelle Fragen zur Bedeutung, Erfassung und Bewertung von Bodenbiodiversität. Im Mittelpunkt stehen die Rolle von Bodenorganismen für Boden- und Ökosystemfunktionen, innovative molekulare Methoden zur Erfassung von Bodenfauna und Bodenmikrobiom sowie Ansätze für ein belastbares Monitoring. Die Veranstaltung verbindet unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven mit Fragen des Biodiversitäts- und Klimaschutzes und zeigt auf, wie bodenökologische Erkenntnisse in Monitoring- und Bewertungsprozesse integriert werden können.

Das Tagungsprogramm umfasst fachliche Impulse, Diskussionen und Austauschformate. Die Fachvorträge finden in englischer Sprache statt. Diskussionen und Austauschformate sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch vorgesehen.

Logos folgender Institutionen sind abgebildet: das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität, das Bodenmonitoringzentrum, und die Gesellschaft für Ökologie e.V. für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft.
Veranstalter der Fachtagung zur Bodenbiodiversität 2027

Anmeldung

Melden Sie sich bis zum 31.10.2026 über das Anmeldeformular an. Hier können Sie außerdem ein Abstract für einen Posterbeitrag einreichen.

Programm 1. Tag - Mittwoch, 27.01.2027

Wir entwickeln das Programm aktuell weiter (Stand: 18.09.2026).

Fokus: Bodenfunktionen und Ökosystemfunktionen

ZeitProgrammpunkt
ab 11:30

Ankommen und Registrierung | Austausch beim Mittagsimbiss

Rahmenprogramm an beiden Tagen: Interaktive Bodenbiodiversitäts-Hörstation (Dr. Karin Pirhofer, Weltacker e. V.) und VR-Brille „Abenteuer Bodenleben“ (Senckenberg Museum für Naturkunde)

13:00 - 13:15Begrüßung und Eröffnung: Kurzinterviews der Veranstaltenden (Moderation: N.N.)
Dr. Christina Lachmann, NMZB | Dr. Christian Ristok, GfÖ | Prof. Dr. Steffen Kolb und Prof. Dr. Michaela Dippold, DBG | N.N., Bodenmonitoringzentrum
13:15 -14:45

Keynote-Session & Diskussion (Moderation: N.N.)

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und Stand des Bodenbiodiversitätsmonitorings in Deutschland (N.N.)
  • Rolle der Bodenbiodiversität im Kontext von Bodenfunktionen (Dr. Emilia Hannula, Leiden University) und Ökosystemfunktionen (Prof. Dr. Nico Eisenhauer, iDiv)
  • Rückfragen zu den Vorträgen und Impulse aus dem Plenum 
14:45 - 15:45Postersession zu den nachfolgenden vier Workshop-Themen
mit Kaffee und Kuchen
15:45 -18:00

Workshops | Wechselmöglichkeit - Teilnahme an bis zu 2 Workshops 
(Die Abstracts der Workshops sind unter dem Programm zu finden.)

  • WS 1: Ökosystemfunktionen (ÖSF) des Boden-Mikrobioms und -Fauna: Offene Fragen zu Trade-offs und Synergien (Moderation: Prof. Dr. Steffen Kolb, DBG)
  • WS 2: Resilienz eines Ökosystems: Relevanz einer (Multi-)funktionellen Betrachtung vs. Betrachtung der Gemeinschaft(szusammensetzung) (Moderation: Dr. Christian Ristok, GfÖ)
  • WS 3: Potenziale von mikrobiellen und faunistischen Traits als Kennzahlen im Monitoring (Moderation: Prof. Dr. Michaela Dippold, DBG)
  • WS 4: Bodenbiodiversität und ihre Funktionen im Monitoring: Messen, skalieren und bewerten (Moderation: Dr. Christina Lachmann, NMZB & N.N., Bodenmonitoringzentrum)
16:45 - 17:00Nachmittagspause und Möglichkeit zum Wechsel der Workshops
17:00 - 18:00Fortsetzung der Workshops
18:00 - 18:30Zusammenfassung und Ausblick auf zweiten Tag
(Moderation: N.N.)
ab 19:00Gemeinsames Abendessen im La Che 
(vietnamesisches & japanisches Restaurant) (Selbstzahlung)

Programm 2. Tag - Donnerstag, 28.01.2027

Wir entwickeln das Programm aktuell weiter (Stand: 18.09.2026).

Fokus: Neue Methoden und Skalierbarkeit

ZeitProgrammpunkt
ab 08:30

Ankommen 

Rahmenprogramm an beiden Tagen: Interaktive Bodenbiodiversitäts-Hörstation (Dr. Karin Pirhofer, Weltacker e. V.) und VR-Brille „Abenteuer Bodenleben“ (Senckenberg Museum für Naturkunde)

09:00 - 09:10Begrüßung 
(Moderation: N.N.)
09:10 - 10:00

Keynote-Session & Diskussion (Moderation: N.N.)

Neue Methoden und deren Anwendbarkeit im Monitoring:

  • Molekulare Methoden im Bodenbiodiversitätsmonitoring (Dr. Ina Schaefer und Dr. Valentyna Krashevska, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt)
  • Bildgebende Verfahren (Dr. Clément Schneider und Prof. Dr. Anton Potapov, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz)
  • Rückfragen zu den Vorträgen und Impulse aus dem Plenum 
10:00 - 10:30Postersession mit Kaffee und Kuchen
zu neuen Methoden der Bodenbiodiversitätserfassung
10:30 - 10:45Vortrag zum Thema Bodengesundheit (N.N.)
10:45 - 12:15

Podiumsdiskussion & Plenardiskussion

Diskussion zu Chancen & Herausforderungen der Umsetzung der EU-Bodenrichtlinie und zum Konzept „Bodengesundheit“ (Expert*innen: N.N., Moderation: N.N.)

12:15 - 12:30Verabschiedung und Ende der Veranstaltung

Die Workshops im Überblick

Hier erfahren Sie mehr zu den einzelnen Workshops:

Moderation: Prof. Dr. Steffen Kolb, DBG

Die Boden-Biota stellt fundamental Ökosystemfunktionen (ÖSF) - zum Beispiel Nährstoff-Recycling, Kohlenstoffspeicherung, Mineralisierung, Abbau von Schadstoffen und viele mehr - bereit. Diese ÖSF sind wiederum die Grundlage für multiple Ökosystemleistungen und bilden die Grundlage gesunder Böden. Die Forschung, die sich mit den daran beteiligten Bodenorganismen beschäftigt, ist traditionell entweder faunistisch oder nur auf das Mikrobiom bezogen. Dieser Workshop richtet sich an Interessierte beider Organismengruppen und möchte beleuchten, wie Forschungslücken inhaltlich und methodisch sinnvoll zu adressieren sind, um die Debatte zur Bodengesundheit, die letztlich beide biologischen Forschungsfelder (Mikrobiomforschung, Faunistische Bodenökologie) benötigt, weiterzuentwickeln und vorwärtszubringen.

Moderation: Dr. Christian Ristok, GfÖ                      

Multifunktionalität rückt mehr und mehr in den Vordergrund zur Beschreibung von Bodengesundheit, aber ein Minimalset an standardisierten Funktionen fehlt noch. Dieser Workshop soll sich den Fragen widmen 

  1. welche Funktionen integriert werden sollten,
  2. welche zusätzlichen Aussagen zur Betrachtung der Gemeinschaftszusammensetzung erzeugt werden, und 
  3. welche Limitierungen eine funktionelle Betrachtung haben könnte.    

Moderation: Prof. Dr. Michaela Dippold, DBG

Funktionelle Traits von Bodenorganismen stellen derzeit keine erfassten Kennzahlen im Monitoring dar, obwohl sie für Boden- und Ökosystemfunktionen von großer Bedeutung sind. In diesem Workshop werden wir erörtern, welche funktionellen Merkmale, oder deren Proxys, im Vergleich zur Erfassung von Artenhäufigkeiten und -verteilungen möglicherweise aussagekräftigere Informationen liefern und somit aus wissenschaftlicher Sicht ein erhebliches Potenzial für die Regulierungspraxis bieten. Wir werden die Methoden (einschließlich des damit verbundenen Arbeitsaufwands) zusammenfassen, die zur Messung dieser Merkmale verwendet werden, und wir werden den bestehenden Bedarf an weiteren Entwicklungen erörtern.

Moderation: Dr. Christina Lachmann, NMZB & N.N., Bodenmonitoringzentrum

Wie lassen sich Biodiversität und biodiversitätsbezogene Funktionen von Böden im Monitoring erfassen - und wie können geeignete Methoden und Indikatoren von einzelnen Standorten auf größere räumliche Maßstäbe übertragen werden? Im Workshop stehen die methodischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für ein skalierbares Bodenbiodiversitätsmonitoring im Mittelpunkt. Gemeinsam soll diskutiert werden, welche biodiversitätsgetriebenen Bodenfunktionen für das Monitoring relevant sind, wie sich diese unter realen Monitoringbedingungen robust erfassen lassen und welche aktuellen methodischen, infrastrukturellen und praktischen Limitationen bestehen.

Eine Person mit Virtual Reality Brille.
Teilnehmende erleben auf der Fachtagung zur Bodenbiodiversität die Virtual Reality Tour „Abenteuer Bodenleben“.